Klassische Naturheilverfahren

Er gilt als "Urvater" der westlichen Medizin: Der griechische Arzt Hippokrates leitete seine Lehre aus der Überzeugung ab, dass alle Krankheiten Ausdruck der "einen großen Krankheit" seien, nämlich dem Ungleichgewicht der Körpersäfte. Wenn die Organe nicht mehr dazu in der Lage sind, Schadstoffe – egal, ob in der Nahrung natürlich enthaltene oder Umweltgifte – abzubauen, entsteht eine "Überfüllung". Das Ziel dieser Heilmethoden ist es, Schadstoffe auszuleiten und damit den Stoffwechsel zu entlasten. Der Fluss und das Gleichgewicht der Körpersäfte werden wiederhergestellt.
Die ausleitenden Heilverfahren sind zum großen Teil viele tausend Jahre alt. Ihre Wirksamkeit wird heute zunehmend durch Untersuchungen der modernen Medizin bestätigt.
Einige der von mir praktizierten ausleitenden Heilverfahren stelle ich Ihnen hier vor.

Ausleitende Therapieverfahren

Ein zentraler Aspekt der hippokratischen Medizin ist die Ernährung.
In meiner Praxis biete ich daher neben der allgemeinen Ernährungsberatung spezielle Kuren an wie das Heilfasten, die tiereiweißfreie Ernährung nach Wendt oder die F. X. Mayr-Kur.

Der Aderlass gilt in der hippokratischen Medizin als Kardinalheilmittel. War er im 18. Jahrhundert durch seine exzessive Anwendung in Verruf geraten, so ist seine heilende Wirkung heute wieder anerkannt.
Beim Aderlass werden dem Patienten 200 bis 300 ml Blut entnommen. Das Therapieverfahren wirkt entstauend, entlastet den Stoffwechsel, beruhigt und lindert Schmerzen. Das Immunsystem wird angeregt.
Bei vielen Symptomen bewirkt der Aderlass eine sofort spürbare Entlastung des Körpers:
  • Bluthochdruck
  • Asthma
  • Thrombose (-Neigung)
  • Herzinsuffizienz
  • Schwindel
  • akute Entzündungen
  • und viele mehr.
Auch die Blutegeltherapie ist eine Ausleitung über das Blut. Diese Heilmethode ist seit über 2000 Jahren wirkungsvoll, ihre Abwertung als "mittelalterlich" unbegründet. Bei diesem Heilverfahren werden dem Patienten ca. 10-12 Blutegel aufgesetzt, die sich festbeißen und Blut entziehen; ihr Sekret hat eine gerinnungshemmende Wirkung. Die Blutegeltherapie ist durchblutungsfördernd und angezeigt bei Indikationen wie:
  • Tinnitus
  • Krampfadern
  • Entzündungen
  • Gichtanfall
  • und vielen anderen.
Eine Ausleitung über die Haut stellt das Schröpfen dar. Die Hautoberfläche ist vernetzt mit den inneren Organen. Auf den entsprechenden "Reflexzonen" werden die Schröpfgläser aufgesetzt. Sie saugen sich fest und erzeugen einen Bluterguss. Mit Hilfe des Schröpfens werden chronische Schmerzen und Spannungszustände gelindert, außerdem ist es hilfreich bei:
  • akuten und chronischen HNO-Erkrankungen
  • akuten Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Asthma
  • akuten und chronischen Magen- und Darmerkrankungen
  • und vielen anderen Beschwerden.
Schon die altindische Sanskritmedizin erwähnt ein hautausleitendes Verfahren, dass den heutigen Canthariden-Pflastern nahekommt. Cantharidin ist das Gift der Spanischen Fliege. In einer Salbe verarbeitet und auf die Haut aufgetragen, entsteht ein absichtlicher Verbrennungseffekt, der durchblutungsfördernd, entsäuernd und nierenanregend ist. Das Pflaster wirkt vor allem bei starken Schmerzen:
  • Morbus Bechterew
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • klimakterische Depression
  • und viele andere.
Ebenfalls über die Haut ausleitend ist das Baunscheidtverfahren.
Mit dem sogenannten "Lebenswecker", einem Nadelkopf mit ca. 30 kreisförmig angeordneten Nadeln, wird die Haut oberflächlich angeritzt. Die aufgetragene Ölmischung bewirkt eine Hautreizung, die durchblutungs- und lymphanregend ist und der allgemeinen Kräftigung dient.
Indikationen sind:
  • Gelenkschmerzen und -schwellungen
  • Arthrose
  • Arthritis
  • innere Organerkrankungen
  • und viele mehr.

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